Средневековый климатический оптимум: различия между версиями

{{quote|The evidence currently available indicates that NH mean temperatures during medieval times (950-1100) were indeed warm in a 2-kyr context and even warmer in relation to the less sparse but still limited evidence of widespread average cool conditions in the 17th century (…). However, the evidence is not sufficient to support a conclusion that hemispheric mean temperatures were as warm, or the extent of warm regions as expansive, as those in the 20th century as a whole, during any period in medieval times (…).''|Autor=[[Intergovernmental Panel on Climate Change|IPCC]]|lang=en|Übersetzung=Die derzeit verfügbaren Belege lassen darauf schließen, dass die mittleren Temperaturen der Nordhemisphäre während der Mittelalterliche Warmzeit (950&thinsp;–&thinsp;1100 n.&thinsp;Chr.), im Vergleich der letzten 2000 Jahre, tatsächlich warm waren. Erst recht gilt dies im Vergleich zu den weniger lückenhaften, aber nach wie vor nur begrenzt vorhandenen Zeugnissen für weitverbreitete durchschnittlich kalte Bedingungen im 17. Jahrhundert (…). Trotzdem sind die Nachweise nicht ausreichend, um die Schlussfolgerung zu stützen, dass die hemisphärischen Durchschnittstemperaturen zu irgendeiner Zeit des Mittelalters so warm waren oder das Ausmaß warmer Regionen so groß war, wie dies im gesamten 20. Jahrhundert der Fall gewesen ist (…).|Quelle=''Fourth Assessment Report, Chapter 6: Palaeoclimate''|ref=<ref>Eystein Jansen, Jonathan Overpeck ''et al.'' (Working Group I), S.&thinsp;469 (siehe 3.)[http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg1/ar4-wg1-chapter6.pdf Online, PDF]</ref>}}
 
== FolgenПоследствия ==
Das Mittelalterliche Klimaoptimum ermöglichte eine starke Zunahme der Bevölkerung und der Landwirtschaftsproduktion, sowohl in Hinsicht auf die Erweiterung der Anbauflächen, als auch auf die Höhe qualitativ hochwertiger Ernteerträge. Die Erweiterung der Anbauflächen erforderte eine Umformung der Siedlungsstruktur von [[:de:Einzelsiedlung|Einzelgehöften]] und [[:de:Streusiedlung]]en hin zu [[Dorf|Dörfern]], die insbesondere östlich der Elbe zu neuen planmäßigen Ortsformen führte, vor allem dem [[Rundling]] und dem [[Angerdorf]]. Dieser sich wechselseitig bedingende Prozess unter den Stichwörtern «Vergetreidung» und «[[Verdorfung]]» ist die gesamteuropäische Erscheinung des hochmittelalterlichen [[Landesausbau]]s (etwa zwischen 1000 und 1350), in dem vor allem an den [[:de:Peripherie#Verwendung_in_der_Geographie|Peripherie]]n Europas neue Siedlungsflächen erschlossen werden. Die spezielle Erscheinung im deutschen Bereich wird [[:de:Deutsche Ostsiedlung]] genannt.
 
== Siehe auch ==